Ziel
Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahre 2002 formuliert für alle Politikfelder konkrete Nachhaltigkeitsziele. Ihre Umsetzung und die Fortschreibung der Strategie wurden mehrfach dokumentiert (Fortschrittsbericht 2004 sowie Wegweiser Nachhaltigkeit 2005).
Die Bundesregierung greift die Strategie auf und entwickelt sie fort. Die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ist Ziel und Maßstab des Regierungshandelns, auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.
Wie bereits 2005 sollen auch in diesem Jahr im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie lokale Nachhaltigkeitsinitiativen angespornt und durch die Vergabe begrenzter Fördermittel bürgerschaftliches Engagement honoriert werden.
Wichtige Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie bilden die Themen
- Klimaschutz/Energieversorgung sowie
- Anforderungen des demografischen Wandels an Wege zur nachhaltigen Entwicklung.
Die Projekte der 2. Ausschreibungsrunde "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" (Bewerbungsfrist: 31.05.2006) sollen insbesondere diese Themen aufgreifen.
Die Nachhaltigkeitsstrategie ist eine politische Leitlinie und macht gleichzeitig den Handlungsbedarf deutlich. Nachhaltigkeit lässt sich jedoch nicht "verordnen". Die Verständigung der Bundesregierung mit den anderen Akteuren der Nachhaltigkeit in Bund und Ländern sowie in Wirtschaft und Gesellschaft auf die Prioritäten einer nachhaltigen Entwicklung ist daher für die Zukunft unseres Landes von entscheidender Bedeutung. Ebenso bedeutsam ist das seit vielen Jahren eingeübte Engagement zivilgesellschaftlicher Akteure, wie es insbesondere auf regionaler und lokaler Ebene in Form vielfältigster Initiativen und Projekte zum Ausdruck kommt.
Konkrete Beiträge zur Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie liefert das Rahmenprogramm "Forschung für die Nachhaltigkeit (FONA)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Aktionsfelder zur Steigerung der Energie- und Ressourcenproduktivität, zum Klimaschutz, zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme, zum Erhaltung der Artenvielfalt, zur Besserung der Qualität der Umweltressourcen einschließlich der Luftqualität, zur Zukunftsvorsorge und zur Sicherung des materiellen Wohlstands, zur Erschließung von Perspektiven für Ältere oder zu Querschnittsforderungen wie Transfer und Bildung und zur Förderung der Innovationsleistung der deutschen Wirtschaft, füllen die Ziele der Strategie aus.
Das Rahmenprogramm FONA ist auf transdisziplinäre Vernetzung angelegt; es sollte wo immer möglich gemeinsam mit der Praxis entwickelt und umgesetzt werden. Daher ist die Entwicklung von Produktnutzungsstrategien oder die Implementation planerischer Konzepte regelmäßig ein zentraler Baustein der Forschungsprojekte. Für den dauerhaften Erfolg ist es aber auch entscheidend, dass die entwickelten Lösungskonzepte auch ihre Adressaten außerhalb der Projekte erreichen und auf andere Anwendungskontexte adaptiert werden. Der Erfolg von "Forschung für die Nachhaltigkeit" und damit auch die nationale Nachhaltigkeitsstrategie ist also nicht zuletzt von der Verbreitung der Ergebnisse abhängig. Umgekehrt ist die frühzeitige Einbindung von Praxispartnern und potenziellen Anwendern für die Verwirklichung der Forschungsziele häufig unabdingbar.
Hier setzt die Bundesaktion `Bürger initiieren Nachhaltigkeit´ (BIN) an. Ziel ist es, innovative Beiträge zur Förderung lokaler Nachhaltigkeit zu unterstützen, die ihrerseits Impulse für die weitere Ausfüllung der Nachhaltigkeitsstrategie geben und Lösungsstrategien aus der Nachhaltigkeitsforschung umsetzen bzw. anwenden. BIN will damit die politischen Ziele der Nachhaltigkeit mit der bürgerschaftlichen Realisierung vor Ort verbinden und die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie mit den dort existenten Bedürfnissen zusammenbringen.
