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Die nachfolgende Projektdarstellung beruht ausschließlich auf einer Selbstbeschreibung des Projekts und wird von diesem verantwortet. Für eventuelle Rückfragen und Hinweise stehen die ausgewiesenen Kontaktpartner zur Verfügung.

MetropolSolar Rhein-Neckar

Netzwerk für erneuerbare Energien

Deutschland, Rheinland-Pfalz: (rund 300 Kommunen im Rhein-Neckar-Raum)
Deutschland, Baden-Württemberg: (rund 300 Kommunen im Rhein-Neckar-Raum)
Deutschland, Hessen: (rund 300 Kommunen im Rhein-Neckar-Raum)

Logo MetropolSolar

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nach oben Handlungsfeld(er)

  • Energie & Klimaschutz
  • Die Kraftstoffstrategie
  • Bildung
  • Innovative Unternehmen - erfolgreiche Wirtschaft

nach oben Projektbeschreibung

Einladungsposter zur Gründungsversammlung

Einladungsposter zur Gründungsversammlung
(Copyright: Graphik: ecorema, Photos: www.photocase.com)

Gründungsversammlung am 20. Mai 2006

Gründungsversammlung am 20. Mai 2006
(Copyright: Martin Hechenberger)

Gründungsversammlung am 20. Mai 2006

Gründungsversammlung am 20. Mai 2006
(Copyright: Martin Hechenberger)

MetropolSolar-Banner

MetropolSolar-Banner
(Copyright: Graphik: ecorema, Photos: www.photocase.com, SolarArt, C.A.R.M.E.N. e.V., Fachverband Biogas )

Titelseite Neue Energie-Region Rhein-Neckar

Titelseite Neue Energie-Region Rhein-Neckar
(Copyright: PVH, ecorema, Photos: ecorema, Juwi, Stadtwerke Speyer, NG)

Regionales Netzwerk für 100% Erneuerbare Energien


Am 20. Mai 2006 haben wir in Mannheim mit mehr als 30 Energie-Akteuren aus dem Rhein-Neckar-Raum einen Dachverband für erneuerbare Energien gegründet: den Verein "MetropolSolar Rhein-Neckar". Hauptziel des Vereins ist die vollständige Ablösung atomarer und fossiler Energien durch erneuerbare Energien. Dieses Ziel soll durch die gleichzeitige Förderung von Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau der erneuerbaren Energien erreicht werden.

Das Netzwerk bündelt Kompetenzen aus dem bürgerschaftlichen Bereich, aus Unternehmen, Politik und Verwaltungen und baut eine regionale Wissens-, Austausch- und Öffentlichkeits-Plattform für alle Akteure auf, die an einer vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien, insbesondere im Rhein-Neckar-Raum, mitwirken wollen. Die Kooperation mit anderen Initiativen und Verbänden, die Vertretung des gemeinsamen Interesses gegenüber Institutionen und die Mitwirkung an der Gestaltung der politischen Prioritäten und Rahmenbedingungen zugunsten einer Umstellung auf erneuerbare Energien gehören zu den Zielen von MetropolSolar.

Für unsere Mitglieder, die in der Regel auf der lokalen Ebene als Einzelkämpfer, in kleinen Gruppen oder Unternehmen aktiv sind, bedeutet die regionale "Großstruktur" einen Zuwachs an Kompetenz und Gewicht. Unsere Netzwerkmitglieder haben in ihrem jeweiligen Umfeld über viele Jahre hinweg bereits sehr viele erfolgreiche Projekte umgesetzt. Auf dieser Basis kann das Netzwerk aufbauen. Nicht jeder muss alles selber wissen und niemand "das Rad neu erfinden". Ob Gemeinschaftssolaranlagen, Blockheizkraftwerke, Windkraft, Biotreibstoffe, Kinder- und Jugendarbeit, Öffentlichkeits- oder Lobbyarbeit - wir haben für beinah jedes denkbare Thema einen erfahrenen Spezialisten im Netzwerk. MetropolSolar dient dabei als Drehscheibe für Know-How und Kontakte, die die Mitglieder bei der Entwicklung, Organisation und Kommunikation konkreter Projekte unterstützt. Das im Netzwerk gesammelte Wissen wird auch durch Aufklärungsarbeit und Weiterbildung von Mitgliedern und Öffentlichkeit durch Seminare, Konferenzen, Kampagnen, Ausstellungen, Messen und andere Veranstaltungen verbreitet.

Mittlerweile wird der Energiemarkt von einigen wenigen Konzernen dominiert. Sie stehen im wesentlichen für den Strukturerhalt mit ineffizienten Großkraftwerken auf der Basis atomarfossiler Energieträger. Umfragen zeigen, dass es in der Bevölkerung große Sympathien für den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien gibt. Weichenstellungen für die Energieversorgung werden in Politik und Verwaltungen aber in der Regel von den traditionellen "Energieversorgern" bestimmt.

Wenn Energiekonzerne mit "Experten", Arbeitsplatzversprechen und -drohungen und Beschäftigungsmöglichkeiten für Politiker aller Parteien aufwarten - wie ernst wird ein kleiner ehrenamtlicher Agenda-Arbeitskreis Energie schon genommen, selbst wenn er im konkreten Fall gute Argumente hat? Ein regionales Netzwerk wie MetropolSolar kann hier durch die Bündelung von fachlicher Kompetenz und Informationen, vielfältige Kontakte zu unterschiedlichsten Gruppierungen und die Größe des Netzwerks das politische Gewicht der einzelnen Mitglieder erhöhen. Lobbyarbeit geht gemeinsam einfach besser.

Die Entwicklung von MetropolSolar Rhein-Neckar


Ausgangspunkt für die Entwicklung des Netzwerks MetropolSolar Rhein-Neckar war die im Jahr 2004 erschienene Veröffentlichung "Neue Energie-Region Rhein-Neckar", die vorbildliche Projekte im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien darstellt. In der Folge dieser Veröffentlichung wurde am 18. Februar 2006 in Mannheim ein erstes Treffen mit 15 Teilnehmern aus dem gesamten Rhein-Neckar-Raum organisiert. Frage war, ob eine Vernetzungsstruktur für Energie-Akteure im Rhein-Neckar-Raum geschaffen werden soll, die über die bereits bestehenden Strukturen (Energieeffizienzagentur Rhein-Neckar, Klimaschutz- und Beratungsagentur Heidelberg und Nachbargemeinden, Solar- und Energieberatungszentrum Bergstraße, Energieagentur Speyer etc.) hinausgeht, bzw. diese Strukturen ergänzt.
Voraussetzung für die Gründung war die klare und deutliche Unterstützung von Schlüsselakteuren in der Region, die sich schon seit vielen Jahren für eine zukunftsfähige Energieversorgung einsetzen. Mehrheitlich wurde die Gründung eines Dachverbandes in Vereinsform mit ehrenamtlichem Vorstand und hauptamtlicher Geschäftsführung (im Rahmen der finanziellen Mittel) befürwortet. Die Ankündigung der Netzwerkgründung hatte in der regionalen Presse und bei verschiedenen Veranstaltungen zum "Tag der erneuerbaren Energien" am 29. April 2006 eine ausgesprochen gute Resonanz.

Seit der Gründung am 20. Mai 2006 ist MetropolSolar Rhein-Neckar von mehr als 30 auf mittlerweile über 100 Mitglieder angewachsen (Stand: September 2007), darunter Bürger, Vereine, Firmen und eine Reihe von Vertretern aus politischen Gremien vom Stadtrat bis hin zum Bundestag. Der Bekanntheitsgrad unseres Netzwerks bei Energie-Interessierten in der Region und bundesweit hat sich durch viele persönliche Kontakte und Veröffentlichungen sehr gut entwickelt.

Neben einer großen Zahl laufender Aktivitäten der einzelnen Mitglieder, die über den Verteiler des Netzwerks breit kommuniziert werden, haben Gespräche und Arbeitskreistreffen zur Strukturierung der Netzwerkarbeit in den Bereichen Energiethemen, Fundraising und Mitgliederwerbung, Datenerfassung, Öffentlichkeitsarbeit, 100%-Region und Lobbyarbeit stattgefunden. Im Herbst 2006 hat sich MetropolSolar zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert: direkt am 6. Oktober mit einer Vortragsreihe, Netzwerktreffen und Mitgliederversammlung im Rahmen der Umweltmesse in Ludwigshafen, am 20./21. Oktober bei einer bundesweiten Konferenz von Greenpeace Energy in Mannheim, und vom 2.-4. November bei der Regiosolar-Konferenz in Hannover und indirekt bei zahlreichen Veranstaltungen von Netzwerkmitgliedern.

Um Netzwerkmitgliedern und Interessierten einen niederschwelligen Einstieg zu bieten, haben wir im Februar erstmals einen gut besuchten MetropolSolar-Stammtisch organisiert, der zunächst einmal im Monat stattfinden soll. Auch sonst begegnen sich die Netzwerkmitglieder bei unzähligen Veranstaltungen, an denen Mitglieder von uns beteiligt sind oder die wir unter dem Dach von MetropolSolar zu unterschiedlichsten Themen organisieren (Miscanthus, Sunmachine, Klimawandel, Energieeinsparung, Wärmedämmung etc.) Geplant ist die Vorstellung von MetropolSolar-Mitgliedern und ihren jeweiligen Projekten im Rahmen von Exkursionen.

Während wir uns zunächst vor allem mit unseren Lieblingsthemen Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien beschäftigen wollten, sahen wir uns durch die 2006 neu aufgeflammte energiepolitische Diskussion um Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken und die Planungen zum Neubau von 40 Kohlekraftwerken (Stand: Mai 2007), u.a. in Mannheim, Germersheim, Mainz und Karlsruhe genötigt diesen Themen verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen. Gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen haben wir deshalb eine Aktion (27.02.07) zum geplanten Neubau des Mannheimer Kohlekraftwerks organisiert. Es geht dabei nicht nur um Mannheim. Auch für Akteure an anderen Standorten soll ein Signal gesetzt, um den Versuchen die atomarfossilen Großkraftwerksstrukturen zu Lasten der raschen Umstellung auf erneuerbare Energien zu zementieren, eine deutliche Absage zu erteilen (Hintergrundinformationen unter www.metropolsolar.de). Dazu gab es auch eine SWR1-Radiosendung am 30.3.07, an der MetropolSolar beteiligt war. Mittlerweile (Stand: September) befinden sich Anti-Kohle-Initiativen unter starker Mitwirkung von MetropolSolar auf dem Weg zur bundesweiten Vernetzung.
Im Januar 2007 haben wir bei der Landesstiftung Baden-Württemberg einen Antrag zur Organisation von Multiplikatoren-Workshop im Bereich nachhaltige Energiebildung eingereicht, der im Juli weitgehend bewilligt wurde. Damit werden wir mit jeweils unterschiedlichen Kooperationspartnern eine Serie von 7 Workshops im Jahr 2008 für ein breites Spektrum an Zielgruppen (Solarinitiativen, Unternehmen im Bereich Energieeffizienz und Enerneuerbare Energien, Bauernverbände, Tourismusorganisationen etc.) durchführen.

Im Februar 2007 haben wir unsere Südpfälzer Partner "Initiative Sonniges Landau" (u.a.) bei der Stellung eines gemeinsamen PAMINA-SOLAR-Antrages unterstützt, der vorsieht für den Pamina-Raum ähnliche Vernetzungs- und Aktionsstrukturen zu entwickeln, wie im Rhein-Neckar-Raum. Auch dieser Antrag wurde mittlerweile bewilligt. Die konkrete Projektarbeit, an als Partner der Verein "Regenerative Energien Mittelbaden" (REM) und der "Pole d’Excellence Rurale pour les énérgies renouvelables"(PEREN) in Nordelsaß beteiligt sind, beginnt im Herbst 2007 und geht zunächst bis Mitte 2008.

Vom 28.4.-6.5.2007 waren wir regionaler Kooperationspartner der Woche der Sonne, bei der es bundesweit über 1.600 Veranstaltungen gab (Veranstaltungsübersicht für den Rhein-Neckar-Raum als PDF-Dokument unter www.metropolsolar.de). In dieser Woche gab es im Rhein-Neckar-Raum unter anderem eine Demo in Biblis und neben vielen kleinen und mittleren Veranstaltungen auch Termine mit prominenten Gäste wie Hermann Scheer, Hartmut Graßl und Reinhard Bütikofer.

Am 18.05.07 war MetropolSolar durch den Geschäftsführer Daniel Bannasch im Rahmen einer Diskussionssendung zum Klimawandel im regionalen Rhein-Neckar-Fernsehen vertreten. Weitere Teilnehmer: Ralf Bermich für das Umweltamt der Stadt Heidelberg, der Mannheimer Bürgermeister Christian Specht, für den Verband Region Rhein-Neckar und Rudolf Schulten, Vorstandssprecher der MVV Energie AG. Wie sich unter anderem an dieser Sendung und dem Verlauf des Mannheimer OB-Wahlkampfes gezeigt hat, haben die Aktivitäten von MetropolSolar Rhein-Neckar dazu beigetragen, eine breite Diskussion des Themas Energie und Klimaschutz in Mannheim anzuregen. Da sowohl der in Mannheim ansässige Verband Region Rhein-Neckar als auch die MVV Energie AG regional tätig sind, hat das auch Auswirkungen für die übrige Metropolregion.

Als wichtigen Schwerpunkt sieht MetropolSolar neben der Kommunikation des 100%-Ziels, den Anstoss für umfassende und unabhängige, lokale und regionale Energiekonzepte, -netzwerke und -agenturen. In diesem Zusammenhang stehen auch die folgenden Aktivitäten:

Am 9.3.07 in Trier und am 15.06.07 in Stuttgart gab es MetropolSolar-Vorträge im Rahmen von Workshops zu Energienetzwerken.

Am 22.6.07 wurde im Neckar-Odenwald-Kreis, gemeinsam mit dem MetropolSolar-Mitglieds-Verein S.U.N. (www.sun-ev.de) dem Landrat ein Workshop zu Potentialen und Maßnahmen für eine Umstellung des Landkreises auf erneuerbare Energien organisiert und durchgeführt. In der Folge wurde dort mittlerweile eine Stelle für eine neuzugründende Energieagentur ausgeschrieben.
Außerdem ist uns gelungen die RegioSolar-Konferenz vom 12.-13.10.2007 nach Mannheim zu holen. In den Vorjahren fand die Konferenz in Berlin, Fürstenfeldbruck und Hannover statt. Die Konferenz ist einer der bundesweiten Treffpunkte für Akteure im Bereich eneuerbare Energien gerade auch aus dem ehrenamtlichen Bereich. Die Schwerpunkte der RegioSolar 2007 (100%-EE-Vision, regionale Netzwerke, Konzepte und Strategien für eine solare Vollversorgung etc.) decken sich völlig mit den Zielen von MetropolSolar. Das mittlerweile gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft ausgearbeitete Programm der Konferenz findet sich unter www.regiosolar.de. Unterstützt wird die Konferenz vom Bundesumweltministerium und der VRD Energie Stiftung.
Das RegioSolar-Kommunalforum, das am 11.10.2007 der RegioSolar-Konferenz vorgeschaltet ist, richtet sich an kommunale Entscheidungsträger. Dort findet der Start der von uns initiierten MetropolSolarWette zwischen dem Kreis Bergstraße, dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Kreis Bad Dürkheim und dem Kreis Germersheim statt – vertreten durch die jeweiligen LandrätInnen gemeinsam mit je einem Ehrenamtlichen aus dem Kreis. Die MetropolSolarWette, die bis Mitte 2008 laufen wird ist eine Fortsetzung der ersten sehr öffentlichkeitswirksamen Solarwette, die es 2005 im Kreis Bergstraße zwischen dem Solarakteur Renz und Landrat Wilkes.

Hauptamtliche Koordination des Netzwerks


Die effektive Arbeit eines regionalen Netzwerks erfordert eine hauptamtliche Koordination. Darüber bestand vor der Gründung von MetropolSolar Einigkeit, denn Akteure, die bereits hunderte von Stunden - ganz überwiegend ehrenamtlich - investieren, brauchen keine ehrenamtliche Mehrarbeit. Sie müssen durch ein übergeordnetes Netzwerk entlastet und gestärkt werden.

So wurde bereits der Gründungsprozess professionell organisiert. Seit der Gründung übernimmt die Geschäftsstelle des Netzwerks eine wichtige Servicefunktion bei der Beantwortung von Anfragen, Recherchen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Moderation von Arbeitskreisen und der aktiven Vernetzung der Akteure zur Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten. Die Vereinsmitglieder werden regelmäßig über sorgfältig ausgewählte Veranstaltungen, Projekte und Neuigkeiten informiert.
"Das Aufgabenspektrum regionaler Erneuerbare-Energie-Initiativen erreicht erfahrungsgemäß sehr schnell einen Umfang, der mit ehrenamtlicher Arbeit allein, etwa aus dem Unterstützernetzwerk heraus nicht mehr zu bewältigen ist. Für die Erfüllung von Funktionen, die mit einem höheren Aufwand verbunden sind und teilweise hohe fachliche Qualifikationen erfordern, ist es sinnvoll, eine zentrale Stelle einzurichten." (vgl. "Auf dem Weg zur 100% Region - Handbuch für eine nachhaltige Energieversorgung von Regionen", B.A.U.M.-Consult 2006, S. 113).

Um diese Arbeit zu finanzieren, haben wir uns im Sommer/Herbst 2006 mit Anträgen bei verschiedenen Stellen um Fördermittel beworben und haben eine Anschubfinanzierung der Netzwerkarbeit für das erste Jahr (von "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" und der VRD Energie Stiftung in Mannheim) erhalten. Im Januar 2007 haben wir einen Antrag für die Kofinanzierung der Organisation von Multiplikatoren-Workshops im Bereich einer nachhaltigen Energiebildung bei der Landesstiftung Baden-Württemberg gestellt, der voraussichtlich sehr weitgehend bewilligt wurde. Im Februar 2007 wurden wir von unserem Südpfälzer Partner "Initiative Sonniges Landau" eingeladen, uns an der Antragstellung zur Entwicklung einer Arbeitsgemeinschaft PAMINA-SOLAR bei der PAMINA-Region (www.regio-pamina.org) zu beteiligen, der ebenfalls teilweise bewilligt wurde. Mittelfristig soll der kontinuierliche Ausbau der Mitgliederbasis, die Entwicklung finanzierter Teilprojekte und bezahlter Dienstleistungen die Finanzierung der gemeinnützigen Vereinsarbeit absichern.

Es zeichnet sich ab, dass der Umfang der Arbeit im gewachsenen Netzwerk und die starken Nachfrage nach Leistungen und Know-How von MetropolSolar eine Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Struktur erfordert. Diese Struktur soll bis Mitte Oktober 2007 über eine differenzierte, datenbankgestützte Internetseite abgebildet werden, über die wesentliche Teile der Kommunikation, Projektentwicklung und –durchführung abgewickelt werden können.

Alle Abbildungen zu diesem Beitrag



nach oben Beitrag zur lokalen Nachhaltigkeit

Die geographische Ausdehnung der Netzwerkarbeit deckt sich mit der neu gegründeten bundesländer-übergreifenden Struktur der Metropolregion Rhein-Neckar, die massiv beworben und mit vielen Aktivitäten gestärkt wird. Die Metropolregion Rhein-Neckar ist mit rund 2,5 Millionen Einwohnern der siebtgrößte Ballungsraum Deutschlands. Er umfasst Teilräume aus den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Gekennzeichnet ist die Region durch eine polyzentrale Siedlungsstruktur mit den Großstädten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg, sieben Landkreisen und fünf Kleinstädten. Bislang spielen Fragen der Nachhaltigkeit und der Bürgerbeteiligung nur eine untergeordnete Rolle. MetropolSolar trägt zur Schließung dieser Lücke bei und bringt durch eine Vernetzung mit den vorhandenen Strukturen die Zielsetzung 100% Erneuerbare Energien ein.

Der Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung mit 100% erneuerbaren Energien ist nach unserer Auffassung der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung überhaupt - wirtschaftlich, ökologisch und sozial. Die ökologische Notwendigkeit einer vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien ist weitgehend unstrittig. Die ökonomische und die soziale Seite erlangen zunehmend Bedeutung: Erneuerbare Energien sind im wesentlichen lokale und regionale Energien, die zu Wertschöpfung und Arbeitsplätzen vor Ort beitragen.

Für die Bundesebene gibt es Daten zu Wertschöpfung und Arbeitsplatzeffekten von erneuerbaren Energien. Für den Rhein-Neckar-Raum sind uns solche Daten bislang nicht bekannt. Wenn man - grob geschätzt - von einem Betrag von 1.000 EUR Ausgaben für atomarfossile Energieimporte pro Person und Jahr ausgeht, fließen hochgerechnet auf die rund 2,5 Mio. Einwohner im Rhein-Neckar-Raum etwa 2,5 Mrd. EUR Kaufkraft jährlich für Energieimporte ab. Eine wichtige Aufgabe von MetropolSolar Rhein-Neckar wird es sein, belastbare Daten zum Vergleich von atomarfossiler und erneuerbarer Energieversorgung in unserer Region zusammenzutragen, und die Vorteile einer Umstellung auf erneuerbare Energien für Bürger, Unternehmen, Politik und Verwaltung in einfacher Form zu vermitteln.


nach oben Zeit- und Arbeitsplan

  • Herbst 2004: Veröffentlichung "Neue Energie-Region Rhein-Neckar"
  • Herbst 2005: Anstoß zur Gründung des Netzwerks "MetropolSolar Rhein-Neckar"
  • 18. Februar 2006: 1. Treffen mit 15 regionalen Energie-Akteuren, Beschluss zur Vereinsgründung, Festlegung des Zeitplans für die Gründung
  • 29. April 2006: Ankündigung der Netzwerkgründung in der regionalen Presse im gesamten Rhein-Neckar-Raum, bei mehreren Veranstaltungen und über Mailverteiler
  • 20. Mai 2006: Gründung des Netzwerks "MetropolSolar Rhein-Neckar"
  • September/Oktober 2006: Erste Treffen von Arbeitskreisen, zahlreiche Veranstaltungen von Netzwerkmitgliedern (Vorträge, Infoveranstaltungen, Beteiligungen an Messen, Workshops), die über MetropolSolar kommuniziert werden. Entwicklung und Druck von MetropolSolar-Flyer und Roll-Up zur öffentlichkeitswirksamen Präsentation von MetropolSolar Rhein-Neckar. Öffentliches halbtägiger Vortragsprogramm (Präsentation vorbildlicher bereits durchgeführter Projekte und Darstellung von Projektideen für die 100%-Region) im Rahmen der Messe "Umwelt 2006" in Ludwigshafen und Infostand. (6.-8. Oktober) (www.umwelt2006ludwigshafen.ms-marketing.de) Präsentation von MetropolSolar Rhein-Neckar bei der bundesweiten Abschlussveranstaltung von "Aktion Wärme von der Sonne" in Mannheim (7. Oktober) (www.waerme-von-der-sonne.de)
  • November 2006: Präsentation von "MetropolSolar Rhein-Neckar" auf der Regiosolar-Konferenz 2006 in Hannover (2.-4. November, www.regiosolar.de), auf einer großen Demo in Biblis (4. November), am Rande eines Vortrags von Prof. Graßl in Mosbach (siehe: www.sun-ev.de)
  • November/Dezember 2006: Treffen der Arbeitskreise (Konzepte für die Entwicklung von: Internetplattform, Öffentlichkeitsarbeit, Masterplan 100%-Region, Leistungsmatrix (Entwicklung 3. Standbein neben Mitgliedsbeiträgen und Fördermitteln: welche Leistungen für wen zu welchem Preis?) Präsentation von MetropolSolar beim 6. Regionalen Klimagipfel in Trier (25. November) und beim regionalen Agenda-Tag in Wiesloch (8. Dezember)
  • Januar/Februar 2007: Antragstellung für 10 Multiplikatoren-Workshop für eine nachhaltige Energiebildung (verteilt über ein Jahr ab Bewilligung) und Antragstellung mit der "Initiative Sonniges Landau".
  • 20. Februar 2007: 1. MetropolSolar-Stammtisch (zunächst jeden 3. Dienstag im Monat)
  • 27. Februar 2007: gemeinsame Aktion mit Anti-Atom-Gruppe Mannheim, Attac Mannheim (www.attac.de/mannheim), BUND (www.bund.net), Greenpeace Rhein-Neckar (www.greenpeace.de/rhein-neckar), Lokale Agenda 21 MA-Neckarau e.V. (www.neckarau21.de), Robin Wood (www.robinwood.de) und Umweltforum Mannheimer Agenda 21 (www.umweltforum-mannheim.de) gegen den geplanten Neubau eines Steinkohleblocks im Mannheim Großkraftwerk und für eine zukunftsfähige, bürgernahe und transparente Energieversorgungsstruktur in der Region
  • 9. März 2007: Teilnahme (mit Vortrag) an einem Workshop „Zur Relevanz von Netzwerken auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit - Strategien zur Stabilisierung von Regionen“ in Trier
  • 30. März 2007: MetropolSolar-Mitgliederversammlung, SWR1-Sendung (20 min) zum Thema Kohlekraftwerke mit MetropolSolar-Beteiligung
  • 28. April – 6. Mai 2007: MetropolSolar Rhein-Neckar ist regionaler Kooperationspartner der Woche der Sonne (www.woche-der-sonne.de)
  • 18. Mai 2007: Diskussionsendung zum Klimawandel im Rhein-Neckar-Fernsehen mit MetropolSolar-Beteiligung (und Stadt Heidelberg, Verband Region Rhein-Neckar und MVV Energie AG)
  • 20. Mai 2007: MetropolSolar feiert seinen ersten Geburtstag
  • 15. Juni 2007: Teilnahme (mit Vortrag) an einem Workshop für baden-württembergische Energienetzwerke in Stuttgart
  • 22. Juni 2007: Workshop zur Umstellung eines Landkreises der Metropolregion Rhein-Neckar auf erneuerbare Energien mit dem Landrat
  • 23.-30. September 2007: Beteiligung an der Organisation der Europäischen Biomassetage
  • 12.-13. Oktober 2007: Ko-Organisation der bundesweiten Regiosolar-Konferenz 2007 (Ort: Alte Feuerwache Mannheim) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Solarwirtschaft und dem Bundesumweltministerium. Am Vortrag (11.10.07) ist das RegioSolar-Kommunalforum vorgeschaltet. Dort start der MetropolSolarWette (läuft bis Juli 2007).
  • 9.-11. November 2007: Beteiligung an der Klimamesse in Aglasterhausen
  • Herbst 2007 – Juli 2008: Durchführung des Projekts PAMINA-Solar gemeinsam der Initiative Sonniges Landau und weiteren Partnern in der Südpfalz, dem Verein Regenerative Energien Mittelbaden (REM), dem Pole d’Excellence Rurale pour les Énergies Renouvelables (PEREN)2008: Durchführung von 7 Multiplikatoren-Workshops für nachhaltige Energiebildung im Rahmen des Programms "Zukunft gestalten – Nachhaltigkeit lernen".


nach oben Stand der Arbeiten

Das erste Etappe (erfolgreiche Vereinsgründung) liegt hinter uns. Der Netzwerkaufbau entwickelt sich sehr gut, sowohl von der Zahl (über 100 Mitglieder), der Vielfalt der Akteure, der inneren Verbundenheit der Netzwerkmitglieder und der äußeren Wahrnehmung – regional und bundesweit. Es hat bereits eine Beteiligung an zahlreichen Veranstaltungen stattgefunden, die Netzwerkmitglieder und –Partner erhalten regelmäßig mit sorgfältig ausgewählte Informationen zur Stärkung ihrer eigenen Aktivitäten.

Die zweite Etappe, eine erste finanzielle Grundlage für die Arbeit bis Ende 2007 zu schaffen, wurde durch die Fördermittelzusagen erreicht. 2007 konnten wir uns verstärkt dem Ausbau der Netzwerkstrukturen, der Öffentlichkeitsarbeit, der Entwicklung mehrerer Projekte (Energie-Workshop im Neckar-Odenwald-Kreis, MetropolSolarWette, PAMINA-Solar, Multiplikatoren-Workshops u.a.) und der Lobbyarbeit für eine zukunftsfähige Energieversorgung widmen. Dabei hat unsere Arbeit nicht nur Impulse in eigenen Region gesetzt (z.B. Gründung der Initiative Klima und Energie Mannheim), sondern auch in anderen Regionen (Mittelbaden, Tauberkreis, Trier u.a.).

Nachdem es uns gelungen ist, das Thema "Neubau von Kohlekraftwerken" frühzeitig massiv in die regionalen Medien zu bringen und zu einer bundesweiten Vernetzung der Anti-Kohle-Initiativen beizutragen (was ursprünglich allerdings gar nicht auf der Agenda stand), hoffen wir nun mit der Durchführung der RegioSolar 2007 in Mannheim wieder verstärkt den Blick der Region auf positive Lösungsstrategien für eine vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien zu lenken. Die Tatsache, dass wir die RegioSolar 2007 in den Rhein-Neckar-Raum holen und die Konferenz inhaltlich und personell maßgeblich mitgestalten konnten, betrachten wir als großen Erfolg.

Für die Fortsetzung unserer Arbeit im Jahr 2008 ist der Ausbau einer unabhängigen Finanzierung entscheidend. Allein über die Mitgliedsbeiträge kann das bislang nicht geleistet werden. Unsere Internetseite, die gerade zu einer datenbankgestützen Seite umgebaut wird, soll den Aufwand der Netzwerk-Organisation reduzieren und einen Beitrag zur Finanzierung von MetropolSolar im Jahr 2008 leisten können. Auf der Basis der Seite wollen wir mit vielen im Alltag sinnvoll anwendbaren Funktionen einen wichtigen Teil der Datenerfassung, Kommunikation, Projektentwicklung und -durchführung im MetropolSolar-Netzwerk organisieren und die Leistungen für Mitglieder und Nichtmitglieder stärker differenzieren.

Daniel Bannasch


nach oben Zielgruppe

  • Kinder und Jugendliche
  • Klein- und mittelständische Unternehmen
  • Politik / Öffentliche Hand
  • Sonstige

Erläuterungen:

Sonstige: Energieakteure aus dem bürgerschaftlichen Bereich, breite Öffentlichkeit

nach obenGenderaspekt

nein

nach oben Finanzierung

  • Bürger initiieren Nachhaltigkeit
  • Private Mittel
  • Eigenleistung
  • Sponsoring und Spenden

nach oben Projektträger und Projektbeteiligte

Projektträger

MetropolSolar Rhein-Neckar e.V.

Projektbeteiligte

Energieakteure aus der Bürgerschaft, Handwerk, Unternehmen, Politik und Verwaltung.

nach oben Laufzeit

Laufend seit: Anfang 2006

nach oben Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation

  • MetropolSolar-Homepage
    www.metropolsolar.de
  • MetropolSolar-Flyer (Auflage 5.000) (PDF, 269 kB)
  • Messeflyer Umwelt 2006 in Ludwigshafen (Auflage: 25.000)
  • www.sun-ev.de
  • www.sonnenernte.net
  • Regionale Presse (Mannheimer Morgen, Rheinpfalz, Rhein-Neckar-Zeitung, avenio-Magazin, regionales Veranstaltungsmagazin "Meier" u.a.)
  • Solarserver
    www.solarserver.de
  • Regiosolar 2006, Konferenzband
  • RegioSolar 2007
    www.regiosolar.de
  • Fachzeitschrift für Raumplanung, Heft 128
  • Newsletter der Energie-Effizienz-Offensive Rheinland-Pfalz
  • Newsletter "Aktion Wärme von der Sonne"
  • Radio-Sendungen in SWR1 und SWR4, Bermudafunk
  • Bericht in den Abendnachrichten des SWR-Fernsehens und Rhein-Neckar-Fernsehen am 27.02.07
  • Diskussionssendung zum Klimawandel im Rhein-Neckar-Fernsehen am 18.05.07
  • Weitergabe der MetropolSolar-Infomails über zahlreiche Mailverteiler von Netzwerkpartnern, u.a. (jeweils aktuelle Suche unter www.google.de, Stichwort "MetropolSolar")

nach oben Ansprechpartner

Projektebene / Trägerorganisation

Geschäftsführer
Herr  Daniel Bannasch
MetropolSolar Rhein-Neckar e.V.
Naumannstr. 13
68199 Mannheim
Telefon: 06 21-85 57 93
E-mail: info@metropolsolar.de
WWW: www.metropolsolar.de

nach oben Stand der Information

02.09.2007