Die nachfolgende Projektdarstellung beruht ausschließlich auf einer Selbstbeschreibung des Projekts und wird von diesem verantwortet. Für eventuelle Rückfragen und Hinweise stehen die ausgewiesenen Kontaktpartner zur Verfügung.
Multiplikatorentraining für ehrenamtlich tätige türkische Senioren/innen zur Umsetzung der Informationsreihe „Älter werden in Deutschland“ für ältere türkische Migrant/innen
Deutschland, Hamburg:
Hamburg-Billstedt (68 500 (Ausländer: 15 434) Einwohner)
Deutschland, Hamburg:
Hamburg-Veddel (4 708 (Ausländer: 2 717) Einwohner)
Türkische Senior/innen am Computer:
Aller Anfang ist (nicht) schwer.
(Copyright: Ralf Vorkastner,
Grundbildungszentrum der Hamburger
Volkshochschule)
- Handlungsfeld(er)
- Projektbeschreibung
- Beitrag zur lokalen Nachhaltigkeit
- Zeit- und Arbeitsplan
- Stand der Arbeiten
- Zielgruppe
- Genderaspekt
- Finanzierung
- Projektträger / Projektbeteiligte
- Laufzeit
- Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation
- Ansprechpartner
- Stand der Information
- Demographischen Wandel gestalten
1. Hintergrund des Projekts
Die demographische Entwicklung in Deutschland weist auch bei den älteren Migrant/innen auf einen erheblichen Anstieg hin: die erste Generation der Gastarbeiter erreicht das Seniorenalter und wird in den kommenden Jahren eine schnell wachsende Bevölkerungsgruppe darstellen.
Der häufig zwar noch vorhandene Rückkehrwunsch in das Heimatland wird aus verschiedenen Gründen nur von wenigen Migrantensenioren/innen realisiert, verhindert aber trotz des Verbleibens in Deutschland die aktive Auseinandersetzung mit dem Älterwerden in Deutschland und den vorhandenen Hilfsangeboten für Senior/ innen. Auf der Seite der Seniorenhilfeeinrichtungen besteht ebenfalls ein erhebliches Informationsdefizit, besonders im Hinblick auf den Bedarf wie auch hinsichtlich möglicherweise spezifischer Bedürfnisse älterer Migrantenen/innen.
Hier setzt die Informationsreihe „Älter werden in Deutschland“ für ältere türkische Migranten/innen an. Es handelt sich dabei um ein ausgearbeitetes, in mehreren deutschen Städten erprobtes Konzept, einschließlich einer zum Teil zweisprachig (deutsch/türkisch) vorliegenden Materialsammlung.
Die Informationsreihe wird in kleinen Gruppen (10-15 Teilnehmer/innen) durchgeführt und umfasst sechs Treffen. Beginnend mit dem Thema "Rückkehrwunsch in die Türkei", über die Rolle der Kinder sowie die Erwartungen an die Kinder in Bezug auf das eigene Älterwerden und möglicherweise notwendig werdender Unterstützung wird schließlich über die Angebote des deutschen Seniorenhilfesystems informiert. Bei einem organisierten Rundgang durch den Stadtteil besteht die Gelegenheit, verschiedene Einrichtungen kennen zu lernen. Beim folgenden Treffen findet eine Fragestunde mit Fachleuten verschiedener Einrichtungen/ Beratungsstellen für Senioren statt. Das letzte Treffen ist zur Klärung weiterer Fragen vorgesehen und insbesondere auch zur Äußerung von Vorstellungen, Wünschen und Erwartungen an die örtliche Seniorenhilfe. Durch diese Vernetzung der Bereiche Migrationsarbeit und Seniorenhilfe werden die Voraussetzungen für die Entwicklung bedarfsgerechter Angebote, Versorgungs- und Betreuungsleistungen für ältere Migranten/innen geschaffen.
Die Hamburger Volkshochschule hat die beschriebene Informationsreihe im Auftrag der Behörde für Soziales und Familie im Hamburger Stadtteil Billstedt durchgeführt und beabsichtigt eine weitere Durchführung. Bereits die erstmalige Durchführung verdeutlichte die Richtigkeit der oben genannten Grundannahmen: Die türkischen Senioren/innen lernten ihnen bis dahin nicht bekannte Angebote der Seniorenhilfe kennen und kamen in Kontakt mit den Einrichtungen. Auf Seiten der Senioreneinrichtungen, Beratungsstellen und Pflegedienste führte der Kontakt zu einer Sensibilisierung für die Notwendigkeit der interkulturellen Öffnung.
2. Multiplikatorentraining für türkische Senioren/innen zur Umsetzung der Informationsreihe in weiteren Hamburger Stadtteilen
2.1. Erfahrungen aus der Durchführung der Informations-Reihe
Die Anforderungen an die Moderator/innen der Informationsreihe gehen weit über die Kenntnis der Angebote zu Aktivitäten, Hilfs- und Dienstleistungen für Senioren/innen im jeweiligen Stadtteil hinaus.
Da die Informationsreihe die Teilnehmer/innen mit der Situation des Älterwerdens in Deutschland konfrontiert und in der Gruppe Prozesse in Gang gesetzt werden, die möglicherweise durch vorhandene Ängste und unangenehme Gefühle ausgelöst werden, müssen die Moderator/innen in der Lage sein, diese Prozesse behutsam zu begleiten. Es muss eine vertrauensvolle Atmosphäre herrschen, die es den Teilnehmer/innen ermöglicht, ihre Probleme und Erwartungen zu artikulieren. Darüber hinaus müssen die Moderator/innen mit der Lebenswelt der türkischen Senioren/innen vertraut sein.
Die erstmalige Durchführung der Informationsreihe durch die Volkshochschule verdeutlichte, dass die Unterstützung durch einen Übersetzer türkischer Herkunft zwingend notwendig war, nicht nur hinsichtlich rein sprachlicher Übersetzungstätigkeit bei u.U. geringen Deutschkenntnissen der Teilnehmer/innen, sondern insbesondere auch hinsichtlich kultureller Vermittlung und der durch seine Anwesenheit erleichterten Schaffung eines Vertrauensverhältnisses.
Da es für die Teilnehmer/innen offensichtlich eine ungewohnte Erfahrung war, dass sich deutsche Institutionen um sie bemühen, wurde das Informationsangebot zunächst mit Verwunderung bis Skepsis aufgenommen. Es wurde von Erfahrungen mit früheren Projekten zur Integration berichtet, wobei sich die türkischen Migranten/innen häufig als Objekt der von deutscher Seite initiierten Maßnahmen erlebten.
Die oben dargestellte besondere Gruppensituation für die teilnehmenden türkischen Senioren/innen und die geschilderten Erfahrungen der Migranten/innen mit Projekten führten unsererseits dazu, nach Möglichkeiten zu suchen, türkische Senioren/innen für die Durchführung der Informationsreihe für ihre Landsleute zu gewinnen und sie dazu zu befähigen.
2. 2. Inhalte und Ablauf des Projekts
Die zukünftigen Multiplikatoren/innen werden aus dem Teilnehmerkreis der Informationsreihe „Älter werden in Deutschland“ gewonnen und bei weiteren Durchführungen dieser Info-Reihe als Moderatoren/innen auftreten.
Das Multiplikatorentraining beginnt zunächst mit der Vermittlung grundlegender Computerkenntnisse (Word, Internet, E-mail basics). Für die Kontaktaufnahme und Kontaktpflege mit allen kooperierenden Stellen, zur Erstellung von Listen und Anschreiben, zur Erstellung der im Konzept vorgesehenen Stadtteil-Broschüre u.a. ist der Einsatz eines Computers und die Fähigkeit, damit umzugehen, unerlässlich.
Zur Konzeption der Informationsreihe erhalten die auszubildenden Moderatoren/innen umfassende Informationen zu den Hintergründen und Zielen der Informationsreihe sowie den darin enthaltenen Chancen der Einflussnahme auf die Angebote der Seniorenhilfe. Die zuvor als Teilnehmer/innen bereits erfahrenen Inhalte werden vertieft behandelt, methodische Vorgehensalternativen anhand der Materialsammlung aufgezeigt.
Für das Gelingen der Durchführung ist die Entwicklung einer Organisationsstruktur mit den zeitlichen, räumlichen, finanziellen und inhaltlichen Aspekten von zentraler Bedeutung. Diese Struktur wird, nach einer entsprechenden Einführung zu den einzelnen Punkten, von den zukünftigen Moderator/innen unter Anleitung der Volkshochschule entworfen.
Da die Informationsreihe nur in Zusammenarbeit mit den im Stadtteil für Senioren/innen relevanten Institutionen durchgeführt werden kann, werden die zukünftigen Moderator/innen dabei unterstützt, die maßgeblichen Stellen zu ermitteln, den Kontakt herzustellen und die gewünschte Art der Zusammenarbeit darzustellen.
Des Weiteren werden Möglichkeiten der Teilnehmerwerbung erläutert und praktisch umgesetzt.
Schließlich soll auf die praktische Durchführung und Leitung der Veranstaltungen vorbereitet werden und diese erfolgen.
Im Anschluss an den Stadtteil-Rundgang ist laut Konzeptvorgabe die Erstellung einer Broschüre für jede/n Teilnehmer/in vorgesehen. Entwurf und Erstellung erfolgen mit Unterstützung der Volkshochschule.
Die Hamburger Volkshochschule wird die oben genannten Inhalte vermitteln und mindestens die erste Vorbereitung und Durchführung der Informationsreihe unterstützend begleiten.
2.3. Ziele der geplanten Maßnahme
Ziel der geplanten Maßnahme ist es, dass die türkischen Senioren/innen die Informationsreihe in weiteren Hamburger Stadtteilen weitestgehend selbständig durchführen können.
Eine große Zahl türkischer Senioren/innen kann dadurch erreicht werden und damit ein Ausgangspunkt für eine verstärkt kultursensible Seniorenhilfe und -pflege geschaffen werden. Die Berücksichtigung der – insbesondere kulturspezifischen – Bedürfnisse führt zu mehr Offenheit und Vertrauen der türkischen Senioren/innen gegenüber den deutschen Einrichtungen und eröffnet ihnen mehr Teilnahmemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben.
Die ausgebildeten Multiplikator/innen werden in die Lage versetzt, Pionierarbeit im Bereich des Seniorenhilfesystems zu leisten und als Brücke zwischen ihren Landsleuten und den deutschen Einrichtungen zu fungieren. Sie erfüllen damit eine stark integrative Aufgabe.
Örtliche Organisationen, die Aktivitäten, Hilfs- und Dienstleistungen anbieten, erfahren auf diesem Wege vom Bedarf und den Bedürfnissen türkischer Senioren/innen und können diese gezielter bei ihren Angeboten berücksichtigen.
Alle Abbildungen zu diesem Beitrag
Beitrag zur lokalen Nachhaltigkeit
Die Informationsreihe hat insbesondere lokalen Bezug; sie wird Stadtteil bezogen durchgeführt.
Bestehende Netzwerke der Seniorenarbeit werden erweiternd aktiviert. Kontakte zu den Netzwerken und/ oder Kooperationen mit einzelnen Partnern entstehen, angeregt von Seiten einer Bevölkerungsgruppe, die bisher in der Seniorenarbeit wenig in Erscheinung getreten ist und auch wenig berücksichtigt wurde.
Die türkischen Senioren/innen erhalten einen erleichterten Zugang zu bereits vorhandenen Angeboten und ziehen die Nutzung dieser Angebote eher in Erwägung. Darüber hinaus werden unter Berücksichtigung eben dieser noch wenig beachteten Bevölkerungsgruppe neue Angebote initiiert oder zumindest wird lokal Bewusstsein für den bestehenden und besonders für den wachsenden Bedarf geschaffen.
Aufgrund der ehrenamtlichen Tätigkeit der türkischen Senioren/innen entfallen die Personalkosten und auch die Kosten für einen Übersetzer. Dadurch werden die Durchführungskosten der Informationsreihe erheblich gesenkt. So ergibt sich die Möglichkeit, nicht nur punktuell kultursensible Seniorenarbeit anzustreben, sondern sie durch mehrfache Durchführungen auf eine breite Basis zu stellen.
- Okt./ Nov./ Dez. 2005: Durchführung der Informationsreihe im Stadtteil Billstedt durch die Hamburger Volkshochschule / Rekrutierung interessierter Multiplikator/innen aus dem Teilnehmerkreis
- Januar 2006: Multiplikator/innen erhalten grundlegende Computerkenntnisse
- Februar 2006: Darlegung der Ziele und Hintergründe der Info-Reihe, inhaltliche Vertiefung, methodische Vorgehensweise
- Februar/ März 2006: Entwicklung einer Organisationsstruktur für die Durchführung
- März 2006: Eruierung der für die Seniorenarbeit bedeutsamen Kontakte im Stadtteil Veddel, Kontaktaufnahme, Kooperationsabsprachen, Teilnehmerwerbung im Stadtteil Veddel
- April 2006: Praktische Vorbereitung der Durchführung (Räume, Medien organisieren, Materialien vorbereiten)
- Mai/ Juni/ Juli 2006: Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen sowie Durchführung
- Juli 2006: Nachbereitung der Durchführung und Organisation/ Reflexion
- Sept./Okt./Nov. 2006: Planung und Durchführung einer weiteren Veranstaltungsreihe zur Erlangung von Routine
10. Oktober 2005 Treffen mit dem Leiter des Seniorentreffpunkts für Migranten:
- Vorstellung des geplanten Multiplikatorentrainings
- Verabredungen zur Durchführung der Info-Reihe im Liman
Nach mehreren Besuchen im Seniorentreff für Migranten, wo die Info-Reihe durchgeführt wurde, ergaben sich intensive Gespräche mit den türkischen Senioren/innen. Im Verlauf dieser Gespräche wurde zunehmend deutlich, dass eine kritische Überprüfung der Vorgehensweise und des eingesetzten Materials vor einer weiteren Durchführung, die mit Unterstützung durch die türkischen Senioren/innen geplant ist, sinnvoll wäre.
Außerdem entwickelte sich aufgrund der Gespräche bei einigen türkischen Senioren/innen Interesse am Multiplikatorentraining: fünf Männer und zwei Frauen, die die Info-Reihe kennen, nehmen nun am Multiplikatorentraining teil.
Mit dieser Gruppe wurden regelmäßige Treffen ab Anfang Januar verabredet. Bei diesen Treffen wird zunächst das vorhandene und bekannte Material noch einmal gesichtet und ggf. eine Auswahl getroffen.
Zusätzlich werden alternative Vorgehensweisen gesucht und diskutiert werden.
Ab Anfang Januar 2006 wurde mit der Vermittlung grundlegender Computerkenntnisse begonnen.
Zurzeit findet die Computerschulung in Absprache mit den Teilnehmenden einmal, manchmal zweimal pro Woche statt.
Einmal wöchentlich werden im Anschluss an die Computerschulung die Inhalte und Vorgehensweise der Info-Reihe diskutiert.
Erste Kontakte zum Stadteil Veddel, wo die Info-Reihe zum ersten Mal mit Unterstützung der Senioren/innen durchgeführt werden wird, wurden aufgenommen.
Von Februar bis April 2006 wurde die Computerschulung der Multiplikator/innen fortgesetzt.
Um Sicherheit und größere Selbständigkeit im Umgang mit dem Computer zu erlangen und damit den Computer tatsächlich als Kommunikationsmittel nutzen zu können, bedarf es noch weiterer Übung. Weitere Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt verabredet.
Im Anschluss an die Termine der Computerschulung hat sich die Gruppe mehrmals getroffen, um intensiv über die Ziele und Hintergründe der Info-Reihe und den darin enthaltenen Chancen der Einflussnahme auf die Angebote der deutschen Seniorenhilfe zu diskutieren. Außerdem traf man sich, um das bereits vorliegende Material zur Durchführung der Info-Reihe zu sichten und über den Einsatz bei der für Mai geplanten Durchführung im Stadtteil Veddel zu entscheiden und entsprechend eine Organisationsstruktur zu entwickeln:
1. Termin
Einführung in das Thema "Älter werden in Deutschland"
- Gespräch über "Gekommen und Geblieben" trotz Rückkehrwunsches
- Gespräch über die jetzige Lebenssituation der Teilnehmer/innen und (mögliche) zukünftige Erwartungen an die Kinder bzgl. Hilfe im Alter
- Überblick über in Deutschland übliche Angebote/ Hilfen für Senior/innen
2. Termin
Informationen über Pflegedienstleistungen/ Pflegeversicherung (auf türkisch)
3. Termin
Besuch der zuständigen Seniorenberatungsstelle, Besuch eines Pflegedienstes, Besuch von Seniorenwohnanlagen (Betreutes Wohnen und ein Alten- und Pflegeheim)
4. Termin
Gespräch mit dem zuständigen Seniorenberater des Bezirksamtes mit Gelegenheit, Fragen zu klären, die im Verlauf der Reihe auftreten
Zur vertiefenden inhaltlichen Vorbereitung der Multiplikator/innen fand zusätzlich zu den bereits vorhandenen Kenntnissen ein Informationsgespräch mit einer türkisch sprechenden Pflegekraft eines Pflegedienstes statt.
Die Kontaktaufnahme zu den zu beteiligenden Einrichtungen vor Ort erfolgte durch die Mitarbeiterinnen der VHS.
Für die Teilnehmerwerbung wurden folgende zweisprachigen Plakate bzw. Handzettel erstellt, die unterstützenden Charakter hatten.
Im Wesentlichen wurden die Teilnehmer/innen bei vor Ort ansässigen Organisationen persönlich (z.T. von türkischen Kursleitern) angesprochen und dabei wurden die Handzettel verteilt.
Die Info-Reihe wurde im Mai 2006 wie mit den Multiplikator/innen abgesprochen (s.o.) mit Unterstützung von jeweils zwei Multiplikator/innen durchgeführt.
Bei der konkreten Kontaktaufnahme mit türkischen Senior/innen im Stadtteil Veddel zeigte sich, dass das Umfeld in diesem Stadtteil erheblich stärker türkisch-traditionell orientiert ist als in anderen Hamburger Stadtteilen, die ebenfalls hohe Anteile an türkischen Migranten aufweisen. Die zu erreichenden Teilnehmer/innen, insbesondere die Frauen verfügen z.T. nur über geringe oder auch keine Deutschkenntnisse. Nur der Mitwirkung unserer Multiplikator/innen ist es zu verdanken, dass die Info-Reihe durchgeführt werden konnte: einerseits durch Übersetzungsleistungen, andererseits waren nur sie in der Lage, die für die Durchführung unerlässliche Beziehungsebene vorzubereiten und auch problemorientierte Gespräche über die z.T. aufwühlenden Inhalte zu führen.
Im Anschluss an die Info-Reihe haben alle Teilnehmer/innen eine von der VHS erstellte Broschüre erhalten, zusammengestellt aufgrund der Rundfahrten zu den Senioreneinrichtungen. Die Broschüre nennt die besuchten Einrichtungen jeweils mit Adresse, Ansprechpartner, Öffnungs-/Sprechzeiten und enthält zahlreiche Fotos der Teilnehmer/innen beim Besuch der Einrichtung.
(Alle Teilnehmer/innen waren mit der Verteilung der Broschüre in der Gruppe einverstanden, jedoch leider nicht mit der Veröffentlichung im Internet.)
Unser Projekt richtet sich ausschließlich an ältere Teilnehmer/innen türkischer Herkunft und wir arbeiten eng zusammen mit älteren Multiplikator/innen ebenfalls türkischer Herkunft.
Eine große Anzahl türkischer Senior/innen verbringt z.T. sogar mehrere Monate im Sommer in der Türkei. Nach der Rückkehr aus der Türkei (häufig im Laufe des Septembers) begann in diesem Jahr am 24. September der Fastenmonat Ramadan. An das Ende des Ramadans am 23. Oktober schließen sich noch drei Tage Bayran (Zuckerfest) an.
Aus diesen Gründen wurde uns von türkischer Seite empfohlen, mit einem weiteren Durchgang der Informationsreihe nicht vor November zu beginnen, da zu erwarten ist, dass die Teilnehmerwerbung für eine Veranstaltungsreihe, die während des Ramadans stattfindet, wenig erfolgreich werden könnte. Die türkischen Multiplikator/innen begrüßten es ebenfalls sehr, nicht während des Ramadans so stark eingebunden zu sein.
Der 2. Durchgang der Informationsreihe wird somit auf den November 2006 verschoben.
Agnes Börger
- Ausländer / Migranten
nein
- Bürger initiieren Nachhaltigkeit
- Landesmittel
- Eigenleistung
Projektträger und Projektbeteiligte
Projektträger
- Hamburger Volkshochschule - Grundbildungszentrum
Projektbeteiligte
- LIMAN –Seniorentreffpunkt für Migranten, Billstedt
Laufend seit: 1. Oktober 2005
Voraussichtliches Projektende:
30. November 2006
Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation
- Flyer zum Projekt (pdf, 87 kB)
- Einladung zur Informationsreihe auf der Veddel
für türkische Senioren ab 55
pdf, 86 kB
Projektebene / Trägerorganisation
Leiterin des Grundbildungszentrums/ ProjektleiterinFrau Ellen Abraham
Hamburger Volkshochschule –Grundbildungszentrum-
Billstedter Hauptstr. 69a
22111 Hamburg
Telefon: +49(0)40/736171-26
Telefax: +49(0)40/736171-40
E-mail: e.abraham@vhs-hamburg.de
WWW: www.vhs-hamburg.de
Projektkoordinatorin
Frau Agnes Börger
Billstedter Hauptstr. 69a
22111 Hamburg
Telefon: +49(0)40/736171-28
E-mail: a.boerger@vhs-hamburg.de
30.09.2006